Mannheim, die zweitgrößte Stadt der zweitgrößten Diözese Deutschlands hat sich auf den Weg gemacht. Koordiniert vom Stadtdekanat und begleitet von 2denare läuft aktuell der Zukunftsprozess Stadt-KIRCHE-Zukunft.

Als Beratungsinstituts 2denare arbeiten wir in diversen Mandaten vor allem mit kirchlichen Organisationen zusammen. Hier mal ein kurzer, beispielhafter Überblick an Projekten:

  1. Um die grundsätzliche Frage, wozu ein Bistum seine Mittel verwenden soll, geht es in einem Projekt: Basierend auf inhaltlichen, pastoralen Kriterien wird bestimmt, wie viel Prozent der Finanzmittel langfristig für Schulen, Kitas, Caritas oder die Pfarreien aufgewendet werden soll. Die Brücke zwischen den vielfältigen pastoralen Wünschen und begrenzten Ressourcen ist das ignatianisch geprägte Instrument der Geistlichen Unterscheidung.
  2. Recht neu ist ein Projekt, bei der wir für fünf große, ländlich geprägte Pfarreien prüfen, wie diese bei Verwaltungsaufgaben intensiver kooperieren können, um sich gemeinsam die Arbeit zu erleichtern. Hierbei geht es nur am Rande um die Zentralisierung von Aufgaben, sondern eher um Möglichkeiten einer sinnvollen Zusammenarbeit und einer verstärkten Kommunikation. Unsere Ergebnisse stellen wir im Herbst vor.
  3. Ein anderes Bistum begleiten wir bei der Entwicklung von passenden Trägerstrukturen für die 200 Kitas der Kirchengemeinden. Die Kitas sollen als Kirchorte in enger Verbindung mit den Gemeinden bleiben, Ehrenamtliche und Pfarrer sollen von Verwaltungsaufgaben entlastet werden und insgesamt soll die Finanzsituation verbessert werden: durch eine effizientere Verwaltung, Möglichkeiten zur besseren Refinanzierung und allgemein mehr Transparenz. Dazu prüfen wir mehrere Modelle überpfarrlicher Träger auf Herz und Nieren und stoßen den gesamten Veränderungsprozess an.
  4. Seit längerem läuft bereits ein Projekt zur Reorganisation eines Generalvikariats. Treiber für die Veränderung sind die Notwendigkeit, Verwaltungskosten zu sparen, der Wille die Transparenz über das eigene Verwaltungshandeln zu erhöhen und die Verwaltungsstruktur stärker an die zukünftigen pastoralen Bedürfnisse anzupassen.
  5. Mit der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz haben wir kürzlich die umfangreiche Evaluation einer Stiftung aus dem nicht-kirchlichen Bereich abgeschlossen. Ein großer Schwerpunkt war hierbei die Frage, wie das Fundraisingweiterentwickelt werden kann.
  6. Die Personalverwaltung einer Landeskirchenverwaltung stehen im Fokus eines weiteren Projektes. Ziel ist es hierbei, die gesamte Personalarbeit strategisch aufzustellen, die Prozesse effizienter zu machen und so die Mitarbeitenden zu entlasten.
  7. Ein weiterer Projektfokus liegt auf dem Change-Management bei der Begleitung von großen IT-Projekten in Bistümern und Landeskirchen. Hier unterstützen wir, so dass umfangreiche Software-Einführungen aus Mitarbeitenden-Perspektive besser ablaufen und gestalten den Gesamtprozess mit.

Für gewöhnlich wird ein Engagement von 2denare durch die beratene Organisation nicht kommuniziert. Beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz ist es anders. Für dieses evaluiert gerade ein 2denare-Team die Deutsche Verbraucherstiftung.

Auf Einladung von 2denare und der xit-Unternehmensberatung kamen im März 20 Vertreter von dt. Bistümern und Landeskirchen zusammen, um sich zur Konzeption einer Benchmarkingstudie auszutauschen. In den Blick genommen werden sollen exklusiv die Verwaltungsaufgaben, die in den Pfarreien und für die Pfarreien erbracht werden. Die nötige Mindestteilnehmerzahl für die Studie wurde bereits erreicht, aber Mai gibt es auf einer eigens eingerichteten Website weitere Informationen über interessierte Bistümer und Landeskirchen, die mit einer Teilnahme wichtige Impulse für ihre strukturelle Weiterentwicklung erlangen wollen.

Ganz aktuell ist ein Artikel von Thomas Suermann de Nocker und Christian Dreser erschienen. Die beiden 2denare-Kollegen beschreiben die Chancen der Digitalisierung für die Kirche. Ein Schwerpunkt liegt auf den Schritten, die eine kirchliche Verwaltung beschreiten kann. Der vollständige Artikel kann hier heruntergeladen werden.

Mit einem neuen Workshop-Konzept hat 2denare kürzlich mit dem Seelsorgeteam einer großen Pfarrei eines nordwestdeutschen Bistums gearbeitet. Ziel war es, die inhaltlichen Ziele des Pastoralkonzepts für die alltägliche Arbeit zu operationalisieren. Da die Zeit der Seelsorger/innen wahrlich kostbar ist, soll diese vor allem den Zielen gewidmet werden, die man sich im Pastoralplan auf die Fahnen schreibt. Und idealerweise sind die Schwerpunkte der einzelnen pastoralen Mitarbeiter/innen im Team aufeinander abgestimmt.

Ausgangspunkt war eine vorab durchgeführte quantitative Abfrage zur Arbeit der einzelnen Seelsorger/innen: Wo, mit wem, in welcher Rolle und wofür setze ich meine Zeit ein? Mit diesen Erkenntnissen im Überblick konnte eine fruchtbare Diskussion im Team stattfinden, wo noch weiße Flecken vorhanden sind, wie man den eigenen Ansprüchen gerecht wird und welche nächsten Schritte anstehen. Aus einem abstrakten Zukunftsbild wurde ein fassbarer Zukunftsplan.

“Der Heilige Geist kommt ja doch auf Knopfdruck”, rief Pater Frank Hartmann von der Neckarstadt begeistert aus. So fasste er den Pastoralkongress zusammen, bei dem sich über 140 Ehren- und Hauptamtliche in der Jugendkirche “Samuel” im Jungbusch sechs Stunden lang mit der Zukunft der Katholischen Kirche in Mannheim befassten – und eine Fülle von Ideen, Anregungen, aber auch Kritik formulierten.”

So berichtet die Zeitung “Mannheimer Morgen” über den Pastoralkongress am 14.10.2017 , der von 2denare begleitet wurde. Das Stadtdekanat Mannheim – immerhin fast 100.000 Katholiken – machen sich auf den Weg, sich stärker als Stadtkirche zu begreifen und ihre Arbeit neu auszurichten: “Wen wollen wir erreichen? Wie können wir uns einbringen? Welche Struktur ist dafür die richtige?” Das sind Beispielfragen auf diesem Weg. Mehr Informationen zum Zukunftsprozess “Stadt-Kirche-Zukunft” der zweitgrößten Stadt im zweitgrößten deutschen Bistum finden Sie unter www.kathma.de.

Die SAP AG lud am 05. Oktober Entscheidungsträger der kirchlichen Verwaltung zu einem Kongresstag in Walldorf ein. Prof. Suermann de Nocker stellte in seinem Referat die Bedeutung des Change- und Akzeptanzmanagement für eine erfolgreiche IT-Implementierung vor.

Auf der persönlichen Homepage von Prof. Suermann de Nocker – www.TSdN.info – erscheinen sehr regelmäßig neue Beiträge. Diese sind ab jetzt auch auf der Startseite von 2denare unten rechts sichtbar. Viel Freude beim Lesen!

In der Juni-Ausgabe der Herder-Korrespondenz, einer der renommiertesten Zeitschriften für Theologie und Kirche in Deutschland, hat Prof. Suermann de Nocker einen Grundlagenartikel zur Verwaltungsentlastung von Pfarrern und Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden veröffentlicht. Aktuell überlegen viele Diözesen, sogenannte Verwaltungsleitungen einzuführen, die in den Gemeinden Verwaltungsaufgaben übernehmen. Welche Erfahrungen damit gemacht werden und wie diese zu bewerten sind, das beschreibt der Artikel.

Das gesamte Team von 2denare wünscht Ihnen frohe und gesegnete Ostern!